Teichpflege im Jahreslauf
Ein Gartenteich folgt den Jahreszeiten — und deine Pflege auch. Diese Übersicht fasst die typischen Arbeiten pro Saison zusammen:
| Saison | Typische Arbeiten |
|---|---|
| Frühling (März–Mai) | Winterschutz entfernen, abgestorbene Pflanzenteile schneiden, Pumpe und Filter in Betrieb nehmen, erste Teilwasserwechsel |
| Sommer (Juni–August) | Verdunstung ausgleichen, Fadenalgen abfischen, Seerosen düngen, Pumpenkorb regelmäßig reinigen |
| Herbst (September–November) | Laubschutznetz spannen, empfindliche Pflanzen zurückschneiden, Pumpe winterfest machen |
| Winter (Dezember–Februar) | Eisfreihalter einsetzen, Teich ruhen lassen, keine Eingriffe ins Eis schlagen |
Frühling: der Neustart
Sobald die Wassertemperaturen stabil über etwa 10 °C liegen, erwacht der Teich. Entferne den Winterschutz, schneide abgestorbene Pflanzenteile zurück und nimm Pumpe und Filter wieder in Betrieb. Ein Teilwasserwechsel von 10–20 % frischt das Wasser nach dem Winter auf — die Literzahl rechnet dir der Wasserwechsel-Rechner aus.
Sommer: Wasserstand im Blick
An heißen Tagen verdunsten je nach Teichgröße und Lage mehrere Zentimeter pro Woche. Fülle mit Leitungswasser nach — in kleinen Mengen über den Tag verteilt, nicht alles auf einmal. Fadenalgen fischt du am besten regelmäßig mit einem Rechen ab, bevor sie sich massenhaft vermehren. Seerosen und Sumpfpflanzen danken Düngekegeln im Wurzelbereich.
Herbst: Laub ist der größte Feind
Fallendes Laub zersetzt sich am Teichgrund und setzt Nährstoffe frei — die Grundlage für Algenblüten im nächsten Frühjahr. Ein Laubschutznetz über dem Teich, rechtzeitig im September gespannt, erspart dir die meiste Arbeit. Empfindliche Pflanzen schneidest du zurück, die Pumpe bereitest du nach Herstellerangaben auf den Winter vor.
Winter: Ruhe bewahren
Der Teich braucht im Winter vor allem Ruhe und Gasaustausch: Ein Eisfreihalter oder eine kleine Luftpumpe hält eine Stelle eisfrei, damit Faulgase entweichen können. Schlage niemals Löcher ins Eis — die Druckwellen stressen überwinternde Tiere. Ab etwa 80–100 cm Wassertiefe friert ein Teich in den meisten deutschen Regionen nicht bis zum Grund durch.
Was wir bewusst nicht beantworten
Fragen zu Wasserchemie, Algenmitteln, Fischkrankheiten und Filtertechnik gehören zu Fachhandel und Experten — unsere Rechner und Ratgeber beschränken sich ehrlich auf Planung, Geometrie und Wassermengen.
